"Sozial on Tour" - Boys' Day 2026 - Mit dem Rad Soziale Arbeit im Diakonischen Werk Delmenhorst/Oldenburg-Land e.V. kennenlernenbeim Diakonischen Werk Delmenhorst-Oldenburg-Land e.V.

Erstellt von Anette Melerski |

Delmenhorst, 24. April 2026 - Die acht Plätze für das Boys‘ Day-Angebot des Diakonischen Werks Delmenhorst/Oldenburg-Land e.V. waren schnell weg:  Acht Jungs aus Delmenhorst, Stuhr, Bremen und Oldenburg gingen mit ihren Fahrrädern und drei Kolleg*innen „Sozial on Tour“ durch Delmenhorst. 

Beim Start in der Kreisgeschäftsstelle erfuhren sie in der Begrüßung erst einmal, was sich hinter einem Wohlfahrtsverband verbirgt – dass sich dieser nämlich für das Wohl von Menschen, besonders jenen, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind, einsetzt. Dort gab es auch einen Überblick über alle diakonischen Einrichtungen in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg - und bei der Kreisgeschäftsstelle mit Buchhaltung und Verwaltung laufen alle Fäden zusammen.  

Bei allerbestem Frühlingswetter radelten sie quer durch Delmenhorst und besuchten insgesamt zehn diakonische Einrichtungen, in denen sich die Kolleg*innen Zeit nahmen, von ihrer Arbeit zu berichten. Sie beantworteten Fragen zu ihren Bildungswegen, sprachen über ehrenamtliches Engagement, ohne das es die Fahrradwerkstätten, den Hab & Gut-Laden im Wollepark und das CaDiSo-Sozialkaufhaus nicht geben würde. In den Fahrradwerkstätten Wollepark und Düsternort können Kinder und Jugendliche zum Beispiel lernen, ihr Fahrradlicht oder einen Platten selbst zu reparieren. 

Wie schwierig die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben nach einer Haftstrafe oft ist und dass sogar Schwarzfahren – wenn man wiederholt die Strafe nicht zahlt – zu einer Haftstrafe führen kann, erfuhren sie in der Anlaufstelle für Straffällige. 

Nach der Mittagspause im Garten des Familienzentrums DelFIn ging es weiter in die Elbinger Straße: Im Nachbarschaftsbüro Düsternort unterhielten sie sich mit Nachbar*innen, die sich bei Buchstabensuppe und einem Buch-Quiz zum Welttag des Buches getroffen hatten. Dort lernten sie auch den Unterschied zwischen Nachbarschaftsbüros- und Zentren, in denen es Angebote für erwachsene Menschen gibt, dem Familienzentrum – für Familien – und dem Kinder- und Jugendhaus Horizont kennen. 

Die Migrationsberater*innen erzählten vor dem Beratungshaus Delmegarten, mit wem sie kooperieren, dass sie in diversen Sprachen beraten und dass viele ihrer Ratsuchenden Fragen zu Bürokratie, Arbeit, Ausbildung und Familie haben. 
Die beiden Streetworker*innen erklärten, dass sie „aufsuchend“ arbeiteten. Während Kinder und Jugendliche etwa das KJH Horizont besuchen, geht das Streetwork-Team zu Jugendlichen, die sich in der Stadt aufhalten und bietet dort Gespräche und Unterstützung an. 

Im Tagesaufenthalt für Wohnungslose sprachen sie über den Unterschied von wohnungs- und obdachlos und erfuhren, dass Menschen, die den Tagesaufenthalt besuchen, dort zwar essen, duschen, und Wäsche waschen, aber nicht übernachten können. 
Das Kreuzworträtsel zu „Sozial on Tour“ konnten sie zum Abschluss mit Leichtigkeit lösen und für weitere Infos zum Diakonischen Werk bekamen sie eine Tasche mit dem aktuellen Jahresbericht. 

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